Leichtathletik ...
... auf der Langstrecke wird man länger angefeuert!
Mia Glasow feiert Comeback in Dortmund
Geduld zahlt sich nach mehr als drei Jahren aus.
Nur vier Ruhetage verblieben den Athletinnen und Athleten der Olper Leichtathletik und des Partnervereins TSG Lennestadt nach einem anstrengenden Trainingslager in Paderborn. Dann ging es am ersten Samstag des neuen Jahres zum Hallensportfest „Indoor Jump’n’Run“ in die Dortmunder Helmut Körnig Halle. Die Ergebnisse wurden mit Spannung erwartet, denn bis zu den Westfälischen - und den Deutschen Meisterschaften verbleiben nur noch wenige Wochen für die unmittelbare Wettkampfvorbereitung.
In der Teilnehmerliste erschien erstmals nach mehr als drei Jahren der Name Mia Glasow. Aufgrund eines Sehnenabrisses, einer in der Leichtathletik höchst selten auftretenden Verletzung, musste das einstige Supertalent mehr als drei Jahre pausieren. Langsam und mit der gebotenen Geduld wurde sie von ihrem Trainer Michael Kluge und Paula Glasow physisch und psychisch wieder aufgebaut und an den Leistungsbereich herangeführt. Mia, die seinerzeit in der Klasse U14 die Westfälische Rangliste im Sprint überlegen angeführt hatte, zahlte den Einsatz ihres Trainers mit einem Höchstmaß an Disziplin und Durchhaltewillen zurück. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer fabelhaften Trainingsgruppe. Während der gesamten Wettkampfpause nahmen die Kolleginnen Mia mit zu allen Events, Wettkämpfen und Trainingslagern. Dieser Dreiklang aus Trainereinsatz, dem Auffangen in der Gruppe und aus der persönlichen Leistungsbereitschaft machte letztlich das manchmal scheinbar Unmögliche möglich.
Zum Wettkampfgeschehen: Über die 60 Meter Sprintdistanz erzielte Mia in Dortmund als Vorlaufdritte die sehr gute Zeit von 8,51 Sekunden Ihr zweites Erfolgserlebnis an diesem Tag feierte Mia Glasow als Schlussläuferin der zweiten U20-Staffel über die 4 x 200 Meter. Gemeinsam mit ihren Staffelkolleginnen Anna Piwowarski, Lena Hurajt und Julia Henke belegte sie in der ebenfalls guten Zeit von 1:54,82 Minuten Rang 6.
Die weiteren Ergebnisse:
| 60 Meter Hürden, U20 | Maja Blagojevic | 9,02 Sekunden | Rang 2 |
| 60 Meter Sprint, U20 | Maja Tröster (TSG) | 7,92 Sekunden | Rang 1 pers. Bestzeit |
| Maja Blagojevic | 7,95 Sekunden | Rang 2 | |
| Anna Piwowarski | 8,23 Sekunden | Rang 10 | |
| Julia Henke (TSG) | 8,98 Sekunden | Rang 28 | |
| 200 Meter Sprint, U20 | Anna Piwowarski | 26,88 Sekunden | Rang 10 |
| 60 Meter Sprint m U20 | Ben Tröster (TSG) | 7,06 Sekunden | Rang 6 |
| Simon Schulte (TSG) | 7,47 Sekunden | Rang 10 pers. Bestzeit | |
| 200 Meter Sprint mU20 | Ben Tröster (TSG) | 22,18 Sekunden | Rang 1 pers. Bestzeit |
| Simon Schulte (TSG) | 23,07 Sekunden | Rang |
Gelungener Einstand auch für Hannah Carin Brieden
Hannah Brieden stieß in der Sommersaison zur Olper Leichtathletik und schloss sich der Trainingsgruppe von Dieter Rotter und Thorsten Kämpfer an. Trainer und Athletin bilden seither eine kongeniale Einheit. Denn Hannah ist ein Riesentalent und der Olper Meistertrainer ist Spezialist in Hannahs Lieblingsdisziplinen, dem Sprint, dem Hürdensprint und der Sprintstaffel.
Die Zusammenarbeit mit Dieter Rotter und der Wunsch, einmal in einer Topstaffel mitzuwirken, bewog Hannah schließlich auch zum Wechsel nach Olpe. Dies geschah übrigens in freundschaftlicher Abstimmung mit dem bisherigen Verein, der LG Halver Schalksmühle.
Die Ergebnisliste aus Dortmund zeigt bereits eindrucksvoll die Früchte der Zusammenarbeit von Athletin und Trainer. Über die 60 Meter Hürden verbesserte sich Hannah um eine halbe Sekunde auf ihre neue Bestzeit von 8,75 Sekunden. Damit erobert sie nach dem heutigen Stand Rang 3 in der Deutschen Bestenliste der Klasse U18.
Dass Hannah eine Verstärkung für die Sprintstaffel ist, zeigte sich am Schluss des Wettkampftages. Maja Blagojevic, Hannah Bauermann, Maja Tröster und Hannah Brieden siegten über die 4 x 200 Meter eindrucksvoll in der Spitzenzeit von 1:41,78 Minuten vor dem TV Gladbeck (1:46,08 Minuten) und dem LAZ Soest (1:47,45 Minuten). Damit nimmt das Team erst einmal Rang 5 der Deutschen Bestenliste ein. Das Quartett knackte zudem die Qualifikationsnorm für die Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften. Sie steht bei 1:46,50 Minuten. Die DJM U20 werden ebenfalls in Dortmund ausgetragen, und zwar am Wochenende 14.bis 16. Februar 2025
Nur eine Woche später, vom 21.2. bis 23.2., steigen die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen. Auch sie in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle. Für die Teilnahme daran hat die Staffel die B-Norm unterboten, die bei 1:42,50 Minuten liegt. Trainer Michael Kluge traut seinem Quartett jedoch auch die A-Norm zu. Sie müsste dazu die Zeit von 1:40,00 Minuten schaffen. Dieses Ziel soll laut dem Trainer spätestens bei den Westfälischen Titelkämpfen erreicht werden. Eine Selbstverständlichkeit ist dies jedoch nicht, weil es sich beim Olper Quartett um eines der jüngsten Teams handelt. Hannah Bauermann und Hannah Brieden gehören mit ihrem Jahrgang 2008 noch der Altersklasse U18 an.
Die erstklassige Zeit von 1:51,29 Minuten über die Staffeldistanz von 4 x 200 Meter erzielte das junge U16 Team mit Mia Gross, Alea Bremecker, Johanna Uelner und Thea Köhler. Hochgemeldet in die Klasse U 18 sprang dabei Rang 1 heraus. Aufgrund eines nicht ganz so optimalen letzten Wechsels wurde es letztlich keine Bestzeit. Nach wie vor führt das Quartett die Westfälische Bestenliste jedoch mit deutlichem Vorsprung an. Trainer Dieter Rotter hat als Ziel das Unterbieten der Marke von 1:50,00 Minuten ausgegeben, um den Landestitel erfolgreich verteidigen zu können.
